ASP PANAMA
- der Abenteuerspielplatz der Treberhilfe Dresden e.V.
Eine „Grüne Oase” inmitten der Dresdner Neustadt – so beschreiben viele Besucher den Abenteuerspielplatz (ASP) Panama. Hinter einem großen Birkentor sind die Ziegen, ein Teich, daneben ein Schiff und der Longierzirkel für die Pferdearbeit zu sehen. Die vier Kleinpferde stehen im Auslauf. Die Schafe blöken laut in der Hoffnung auf Futter. Kinder spielen zwischen den Holz-Tipis Fangen. Im „Saloon” gibt es Werkzeuge für den Budenbau und über dem Stall heizt der Kaminofen gut ein. In der Freizeitwerkstatt wird gebaut, gebastelt, gespielt und gekocht. Ein Blumen- und Gemüsegarten, einige Bäume und verschiedene Lehm- und Holzbauten fügen sich gut aneinander.
Hierher kommen täglich ca. 20 bis 35 Kinder und Jugendliche sowie viele Erwachsene mit kleinen Kindern oder neugierige Neustadt-Besucher. Die Stammkinder sind fast täglich hier und nehmen den „Raum” für sich in Anspruch: Folgen ihren Ideen und Wünschen, probieren sich mit Materialen aus, treffen sich hier mit Freunden oder Toben die Unmut des Tages heraus.
Lebenszusammenhänge werden deutlich: Hasen werden geboren und sterben, ein Huhn gackert lange, bevor es ein Ei legt und pickt vorher allerlei dafür auf. Im Umgang mit Tieren, beim Budenbau, Spielen, Klettern oder am Lagerfeuer lernen Kinder sich selbst und ihre Fähigkeiten und Grenzen kennen. Die Sozialpädagogen sind Ansprechpartner und geben – wenn notwendig – Unterstützung.
Abenteuerspielplätze und Jugendfarmen gehören in fünf Stadtteilen Dresdens seit Anfang der neunziger Jahre zum Alltag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Damit folgt die Stadt der Aufforderung des X. Jugendberichtes des Bundes:
„ Kinder können in ihrer Lebenswelt kaum noch Erfahrung mit intakter Umwelt und Natur machen. Abenteuerspielplätze stellen dieser Tatsache einen künstlich geschaffenen „natürlichen” Raum entgegen. Hier können Kinder ursprüngliche Erfahrungen mit Wasser, Erde, Feuer, Pflanzen und Tieren machen. Sie erfahren Wertschätzung durch andere Kinder, aber auch durch Erwachsene und entdecken eigenes Können. Damit entsprechen Abenteuerspielplätze in vieler Hinsicht kindlichen Bedürfnissen.”

In der Stellungnahme der Bundesregierung zum Zehnten Kinder- und Jugendbericht ist zu lesen:
„Die Bundesregierung sieht jedoch als wünschenswert an, die Kinderbezogenen Angebote wie unter anderem abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze … flächendeckend zu verstärken.” (Zehnter Kinder- und Jugendbericht 1998, Seite IX)
Der Name „Panama” steht in Anlehnung an die Geschichte von Janosch: „Oh wie schön ist Panama.”. Ein Tiger und ein Bär zogen unzufrieden weg, um einen schöneren Ort zu suchen. Sie waren lange, sehr lange unterwegs und kamen schließlich an einen Ort, wo ihnen alles gefiel. Erst später erkannten sie, dass sie – durch die Reise selbst verändert – wieder zu Hause angekommen waren.
Zum Weiterlesen:
ASP PANAMA | Name & Geschichte | Kurzkonzeption | Jahresplan & Ferienpläne 2010










